Synagoge

Laufersweiler · Hunsrück

In den Jahren 1910/11 entstand eine stattliche zweigeschossige Synagoge in der Kirchgasse, die am 1. und 2. Juni 1911 feierlich eingeweiht wurde. Wir wissen von zwei weiteren Vorgängerbau-ten im sogenannten „Judeneck“ aus dem 19. Jahrhundert. In der Pogromnacht vom 10. November 1938 wurde die Synagoge verwüstet. 1955 erwarb die Gemeinde das Anwesen und nahm mehrere bauliche Veränderungen vor. Im Innern wurde der zweigeschossige Kulttraum durch eine Geschossdecke geteilt, so dass die Frauenempore verschwand. Im April 1985 stellte die Kreisverwaltung das Gebäude unter Denkmalschutz. In den Jahren 1986/87 und 2001 erfolgten umfangreiche Renovierungsarbeiten.
In der ehemaligen Thoranische erinnert ein Bronzerelief an jene 25 jüdische Mitbürger aus Laufersweiler, die in den Konzentrationslagern des Ostens ermordet wurden. Im Erdgeschoss der Synagoge befindet sich seit November 1988 eine umfangreiche Dauerausstellung zur Geschichte der Juden in Laufersweiler und Umgebung. Die ausgestellten Exponate, Schautafeln, Fotos, Dokumente und Texte sollen dazu dienen, aufzuklären und zum Nachdenken anzuregen, damit sich eine ähnliche Katastrophe nicht wiederholt. Im Obergeschoss wurde am 6. Juli 2014 das „Forst-Mayer-Studien- und Begegnungszentrum für das Landjudentum“ eröffnet.

Besichtigung und Führung nach Vereinbarung,
Tel. 06763/910142.

Weitere Informationen:
Touist-Information Kirchberg (Hunsrück), Tel. 06763/910144
www.kirchberg-hunsrueck.de

Besichtigung und Führungen nach Absprache.