Historischer Marktplatz

Kirchberg · Hunsrück

Der Marktplatz bildet seit dem späten Mittelalter den räumlichen Mittelpunkt der Stadt. Besonderes Interesse verdienen die historischen Häuser in seiner Umgebung. Sie stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Ensemble dieser rechteckigen Platzanlage gilt als bedeutendes Beispiel barocker Platzgestaltung im ländlichen Raum. Eine gewachsene und doch bedachte Planung über längere Zeiträume zeigt sich in der Anordnung der Häuser im Bereich des Marktplatzes. Die Mehrzahl der Gebäude sind Fachwerkhäuser. Die Südseite hat sich durch Um- und Neubauten in den letzten Jahrzehnten stark verändert.
Das Haus Marktplatz 7 wurde um 1700 erbaut und in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts vorbildlich unter Beibehaltung des alten Hauseingangs mit einem bronzenen Löwenkopf als Türklopfer restauriert.
 
Das „Haus Weber“ (Marktplatz 6), erbaut in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, fällt auf durch sein reiches symmetrisches Fachwerk und den 1698 ergänzten fünfseitigen Erker mit geschweifter Haube. Heute ist hier die Tourist-Information untergebracht.
Das Rathaus, 1746 unter Verwendung von Teilen des Vorgängerbaus aus dem 17. Jahrhunderts errichtet, beherrscht den Platz durch seine Ausmaße und die strenge Architektur. 1983 erfolgte eine umfangreiche Fassadensanierung. Dabei wurde das ursprüngliche Fachwerk wieder freigelegt. Im Dachgeschoss befindet sich die alte Rathausuhr von 1896.
 
Die ehemalige „Schwanen-Apotheke“ und heutige Provinzial Geschäftsstelle ist ein Beispiel für Fachwerkhäuser des 17. Jahrhunderts. Das erste nachweisbare Privileg für eine Apotheke in Kirchberg wurde 1752 durch Ludwig Georg, Markgraf von Baden, erteilt. Damit war die Kirchberger Apotheke bis 2020 die älteste auf dem Hunsrück.
Direkt neben dem Gebäude befindet sich das ehemalige Gasthaus Jägerhof, welches im klassizistischen Baustil errichtete wurde. Trotz unterschiedlicher Bauweise und Stilelementen bilden die beiden Häuser ein harmonisches Ensemble. 
 
Auf der Südseite des Marktplatzes wurde 1753 die ehemalige Badische Försterei (Hauptstraße 17) erbaut. Ein bedeutender Bau der badischen Zeit in unmittelbarer Nachbarschaft war die Badische Gendarmerie (Hauptstraße 19). Erbaut wurde das Gebäude nach 1750.
Im Durchgang der linken Arkade befindet sich eine Sandsteinfigur des hl. Johann Nepomuk. Es handelt sich um eine qualitätsvolle Arbeit, die dem Mainzer Hofbildhauer Burkhard Zamels († vor 1757) zugeschrieben wird. 
 
Ein weiteres sehenswertes Gebäude ist das „Eiscafé Torino“. Es stammt aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die schöne Haustür ist aus der Zeit um 1780. Auf der alten Steinbank vor dem Haus soll der Überlieferung nach Napoleon gesessen haben, als er 1813 durch Kirchberg kam.
Der Torbogen zwischen Marktplatz und Kirchplatz erinnert an die 700-Jahrfeier der Stadt Kirchberg im Jahre 1949. Der Bogen wurde damals als Theaterkulisse aufgebaut und 1976 erneuert.

Historischer Marktplatz


Tourist-Information Kirchberg
Marktplatz 5
55481 Kirchberg(Hunsrück)

Web: https://www.kirchberg-hunsrueck.de/Kartenvorverkauf.html
E-Mail: touristik@kirchberg-hunsrueck.de
Tel.: (0049)6763 910144
Fax: (0049)6763 910149

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