Gemündener Schloss

Gemuenden · Hunsrück

Die erste Burganlage auf dem Felsen über Gemünden geht auf das Geschlecht der Grafen von Sponheim zurück. Diese errichteten um 1350 den Wohnturm, von dem heute nur noch das Kellergeschoss aufrecht steht. 1514 erwarb Fritz von Schmidtburg die Burg Gemünden vom Pfalzgrafen von Simmern und baute sie aus. Mehr als 300 Jahre lang blieb sie im Besitz der Schmidtburger. Im pfälzischen Erbfolgekrieg (1689) wurde die Burg durch Sprengungen und Brände weitgehend zerstört. Es dauerte mehr als ein Vierteljahrhundert, bis man auf den Grundmauern der alten Burganlage das heutige Schloss (1716-1728) mit vier gewaltigen Rundtürmen im frühbarocken Stil wieder aufbaute.
Durch die Heirat der letzten Schmidtburgerin mit dem österreichischen Hauptmann Anton Freiherr von Salis Soglio aus Grau-bünden im Jahre 1810 ging der Besitz auf die heutigen Eigentümer über. Das Wappen beider Familien, die Schmidtburger Schnalle und der Weidenbaum derer von Salis, stehen in Stein gehauen über dem Schlossportal. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden auf der Westseite des Schlosses die Stallungen. 1937/38 wurde in denkmalpflegerisch gelungener Weise der Zwischentrakt um einen Küchenanbau erweitert. In den beiden alten Türmen der ehemaligen Burg befindet sich eine Kapelle mit dem Grabdenkmal des Fritz von Schmidtburg. Weitere Grabdenkmäler der späteren Schmidtburger stehen im Chor der ev. Kirche zu Gemünden.

Privatbesitz: Besichtigung daher nicht möglich.

Weitere Informationen:
Tourist-Information Kirchberg (Hunsrück), Tel. 06763 190144,
www.schloss-gemuenden.de

Gemündener Schloss


Schloss Gemünden
Schloßstraße 20
55490 Gemünden

Web: http://www.schloss

Privatbesitz, daher ist keine Führung möglich.