Kostüm- & Themenführungen von Lotte bis Luther


Mit Talar und Barett, der Amtstracht der Gelehrten, taucht Martin Luther als Gästeführer in Worms auf und berichtet am Lutherdenkmal, im Heylshof und an der Liebfrauenkirche über die denkwürdigen Ereignisse um seine Person in Worms. Neben Eisleben und Wittenberg gilt Worms als eine der bekanntesten Wirkungsstätten des Theologieprofessors und Reformators aus Wittenberg, obwohl er sich 1521 nur zehn Tage in der Stadt aufhielt, um seine Lehren vor Kaiser Karl V. zu verteidigen.

Man kann dem jungen Kaiser nicht vorwerfen, dass er sich nicht bemüht hätte, Luther zum Widerruf zu bewegen. Doch als der widerspenstige Mönch auch nach Tagen keine Einsicht zeigte, kündigte der Kaiser an, ihn mit der Reichsacht zu belegen, die aber erst Wochen später mit dem Wormser Edikt wirksam wurde. Da war Luther dank der Hilfe seines Landesfürsten Friedrich dem Weisen längst als Junker Jörg in Sicherheit auf der Wartburg und übersetzte die Bibel ins Deutsche. Führungen in Worms

Führung zu Martin Luther in Worms, Rheinhessen

Kostümführung zu Martin Luther in Worms, Rheinhessen

Auf der großzügig angelegten Treppe der Oppenheimer Katharinenkirche ist der Treffpunkt zu einer besonderen Führung durch die kleine Stadt am Rhein aus der Sicht einer Begine. Oppenheim hatte drei Beginenhäuser, in denen Frauen in christlicher Gemeinschaft ohne klösterliches Gelübde zusammenleben konnten. Heute schlüpfen Oppenheimer Stadtführerinnen in das historische Gewand der Beginen und präsentieren die Stadt unter dem Motto „Zwischen Quacksalbern, Adel und Klostergeflüster“ aus der Sicht dieser Frauen, die es in rauen Zeiten schwer hatten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auf dem Weg durch die Straßen Oppenheims werden Geschichten um das mittelalterliche Kräuterwissen und die Heilkunst von der Wiege bis zum Tod oder vom Unterricht an den Mädchenschulen und Frauenklöstern erzählt. Beginen-Führung in Oppenheim

Katharinenkirche in Oppenheim, Rheinhessen

Katharinenkirche in Oppenheim mit der "Oppenheimer Rose" (Fenster), Rheinhessen

Burg Kastellaun, Hunsrück

Sonnenuntergang bei der Burg Kastellaun, Hunsrück

Auf steilem Fels steht mitten im Zentrum Kastellauns die Ruine der Sponheimer Burg. Kastellaun ist eine typische Hunsrücker Kleinstadt: zeitgemäß, ohne ihre Traditionen und ihre wechselvolle Geschichte zu vergessen. Dazu gehört die 1226 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Burg. Vom Nachtwächter, der bei Einbruch der Dunkelheit durch die Stadt führt und zu jedem Haus eine Geschichte kennt, erfährt man, dass den Bürgern der Stadt von allen Burgherren Markgraf Eduard Fortunatus von Baden besonders in Erinnerung blieb. Sein Lebenswandel war alles andere als ritterlich und die Bürger atmeten auf, als er sich auf der steilen Burgtreppe zu Tode stürzte. Allerdings hinterließ er der Stadt 20000 Gulden Schulden. Führungen in Kastellaun

An der Porta Nigra, dem römischen Stadttor und Wahrzeichen der Stadt Trier, beginnen die meisten Kostüm- und Themenführungen in der ältesten Stadt Deutschlands. Eine davon ist die Toga-Führung, bei der waschechte Römerinnen und Römer im weißen Gewand aus den Zeiten berichten, als die Stadt noch Augusta Treverorum hieß und von Kaiser Konstantin regiert wurde. Sie waren live dabei, als der Dom, die Konstantin-Basilika und die Kaiserthermen gebaut wurden. Einige von ihnen hatten Kontakt zum Kaiserhaus, andere arbeiteten als einfache Bürger in der Stadt. Wortgewandt berichten sie über die römische Geschichte und wie schwer es für einen antiken Römer ist, sich heute in der Stadt zurecht zu finden. Toga-Führung in Trier

Toga-Führung in Trier, Mosel

Kostümführung in Toga bei der Porta Nigra in Trier, Mosel

Führung mit Johann Wolfgang von Goethe und Charlotte Buff in Wetzlar, Lahntal

Spannende Kostümführung mit Johann Wolfgang von Goethe und Charlotte Buff in Wetzlar, Lahntal

In Wetzlar verliebte sich der junge Johann Wolfgang Goethe, Praktikant am Reichskammergericht, hoffnungslos in die hübsche Charlotte Buff. Sie lebte mit ihrem Vater und elf Geschwistern im repräsentativen Verwaltungsgebäude des Deutschordenhofes, in dem Goethe fast täglich zu Gast war, um seine Lotte zu sehen. Doch die Angebetete war bereits verlobt und blieb für ihn unerreichbar. Seinen Liebeskummer verarbeitete der junge Dichter später in dem Roman „Die Leiden des jungen Werther“. Neben dem Besuch des Lottehaus-Museums können Wetzlar-Besucher auf Goethes Spuren bei Kostümführungen mit Goethe und Lotte, Stadtführungen auf Goethes Spuren oder bei einer kulinarische Stadtführung mit einem Goethe-Menü zum Abschluss wandeln. Führungen in Wetzlar

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