Keramikzentrum Höhr-Grenzhausen: Europas Drehscheibe des Töpferns


Ist es Kunst? Ist es alltäglich? Es ist beides – und noch vieles mehr: Es ist Keramik. Hier, am Rande des Westerwaldes, lebt und arbeitet eine einzigartige handwerkliche und künstlerische Szene mit einem der ältesten und vielfältigsten Werkstoffe der Menschheit. Höhr-Grenzhausen ist Wiege der deutschen Keramik und einer ihrer wichtigsten Standorte in Europa.

Die kleine Stadt verdankt ihre Stellung als Keramikstadt ihrer einzigartigen Lage: Im Westerwald lagern die größten zusammenhängenden Tonvorkommen Europas und das auch noch in einer ganz besonderen Qualität und Vielfalt. Kein Wunder also, dass die Region zum „Kannenbäckerland“ wurde und Höhr-Grenzhausen zu ihrem Zentrum.

Seit dem 14. Jahrhundert wird hier getöpfert. Aber schon längst werden nicht mehr nur Kannen „gebacken“. Die Keramik hat sich vom Gebrauchsgegenstand zum Kunstobjekt gewandelt, ohne ihre Tradition aus den Augen zu verlieren. In Höhr-Grenzhausen arbeiten traditionelle Werkstätten neben künstlerischen Ateliers. Hier wird Ton gedreht, geformt, glasiert und gebrannt – und mit kreativen Techniken Neues ausprobiert. Keramik ist aber auch hochmoderner Werkstoff und als technische Keramik spannende Gegenwart und Zukunft.

Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen, Westerwald

Ausstellung im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen, Westerwald

Schau gerne dabei zu, wie dem Ton Leben eingehaucht wird. Die Werkstätten sind für Besichtigungen geöffnet.  Dein Lieblingsstück kannst du direkt vor Ort erwerben. Du willst es selbst versuchen? Im vielfältigen Angebot an Workshops oder Kursen der Werkstätten ist sicherlich auch einer für dich dabei.

Alljährlich feiert die Keramikstadt ihre Kunst und ihr Können mit dem Festival Höhr-Grenzhausen brennt Keramik oder – gemeinsam mit vielen internationalen Gästen – dem Europäischen Keramikmarkt. Die Keramikwerkstätten und Ateliers des Städtchens präsentieren ihre schönsten Stücke und zelebrieren ein Fest für die Sinne – keramisch, kulinarisch und kulturell.

Goldener Tipp

Gold wert

Das Keramikmuseum Westerwald. Hier kannst du Keramik aus fünf Jahrhunderten bewundern: vom frühen salzglasierten Steinzeug über Prunkgefäße der Renaissance oder Jugendstilkeramik bis zu künstlerischen Exponaten des 20. Jahrhunderts.

 

Was sonst noch glänzt

Der zwei Kilometer lange Stelen-Rundweg mit Arbeiten von Keramikerinnen und Keramikern der Stadt, die Burg Grenzau mit dem in Deutschland einzigartigen dreieckigen Bergfried und das UNESCO-Weltkulturerbe Obergermanisch-Raetischer Limes auf dem Stadtgebiet.

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