Das Moor als Klimawächter und Naturerlebnis


Die Renaturierung der Moore ist im Nationalpark Hunsrück-Hochwald eines der ersten Ziele, die Natur wieder Natur sein zu lassen. Moore, die im Hunsrück Bruch heißen, speichern viel Kohlendioxid und spielen in Zeiten des Klimawandels eine wichtige Rolle. Durch das Riedbruch bei Thranenweier haben Ranger einen breiten Steg aus Eichenholz gebaut. Rings um den Steg ist das Moor bereits renaturiert. Dafür wurden Fichten gefällt und Entwässerungsgräben zugeschüttet. In der wiedergewonnenen feuchten Moor­landschaft entstand so ein wertvoller Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere.

Eben und kurz ist dieser Steg durchs Moor und für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen problemlos befahrbar. Am Moor vorbei führt die “Inseltour”, ein knapp zwei Kilometer langer Rundweg, der am Rangertreffpunkt in Thranenweier beginnt. Da die Rundtour kleinere Steigungen enthält, können Rollstuhlfahrer vorab im Nationalparkamt leise und kraftvolle Zuggeräte (SWISS•TRAC) zur Unterstützung ausleihen.

Ein Steg als barrierefreier Rundweg im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Ein Steg als barrierefreier Rundweg in Thranenweier im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Gleich zu Beginn der Inseltour fallen auf einer Wiese viele kleine Hügel auf. Dort wohnt die sehr kleine gelbe Wiesenameise, die sich vom Honigtau der Wurzelläuse ernährt. An der nächsten Wegestation fällt der ungewöhnliche Glockenturm von Thranenweier auf. Er ist das Wahrzeichen des 30-Seelen-Ortes und seine Glocken werden bis heute bei Feuer und Beerdigungen kräftig geläutet. In alter Zeit soll rund um Thranenweier der berüchtigte Räuberhauptmann Schinderhannes die Gegend unsicher gemacht haben.

Glockenturm von Thranenweier, Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Wegestation auf der Inseltour: der Glockenturm von Thranenweier, Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Riedbruch im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Ursprüngliche Natur im Riedbruch im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Ihren Namen verdankt die Tour den Rodungsinseln im Wald, die einst angelegt wurden, um darauf das Vieh zu weiden. Heute sind sie dank der vielen Pflanzen, die darauf wachsen, vor allem in den Morgen- und Abendstunden ein guter Platz, um Hirsche und Rehe zu beobachten, die dort ihren bevorzugten Futterplatz haben.

Kurz bevor der Rundweg an seinem Ausgangspunkt endet, ist der mit Seerosen bewachsene Weiher ein schöner Platz, um sich zu erholen. Um ihn rankt sich ein Teil der berühmten Nibelungensage, in dem Kriemhild ihren Mann beweint, den Drachentöter Siegfried. Hagen von Tronje tötete den eigentlich unverwundbaren Helden aus Neid und Missgunst. Kriemhild selbst hatte ihm in gutem Glauben die kleine Stelle verraten, an der Siegfried verletzlich war. Als ihr das klar wurde, weinte sie so viele Tränen, dass diese einen kleinen See bildeten, den Tränenweiher, aus dem mit der Zeit Thranenweier wurde.

Barrierefreier Rundweg in Thranenweier, Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Ursprüngliche Natur erleben im Moor bei Thranenweier, Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Zwischenstopp auf dem barrierefreien Rundweg im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Zwischenstopp auf dem barrierefreien Rundweg in Thranenweier im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Das Hochmoor Ochsenbruch ist eines der ursprünglichsten im Nationalpark. Es liegt in der Nachbarschaft bei Börfink. Die rund neun Kilometer lange Börfinker Ochsentour führt dorthin. Während in der Nähe der Forellenteiche der Fischadler seine Kreise zieht, präsentiert sich das 5000 Jahre alte Moor mit seinen kleinen Sensationen das ganze Jahr über als Attraktion. Im Frühling blühen wilde Narzissen und Seidelbast, im Sommer tanzen ungezählte Schmetterlinge in der Sonne und an kalten Nebeltagen leuchten die grünen Torfmooskissen in besonders intensivem Grün.

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