Burgfräuleins und mutige kleine Ritter


Mit ihren vielen Türmen, Türmchen, Erkern und spitzen Schieferdächern sieht die Reichsburg Cochem aus wie ein Märchenschloss. Sie zählt zu den geheimnisvollsten Erlebnisstationen im Familienabenteuer Rheinland-Pfalz. Denn hinter ihren dicken Mauern geschehen wahrlich wundersame Dinge: Kinder verwandeln sich dort in schicke Burgfräuleins und mutige Ritter.

Auf einer interaktiven Führung erleben Vier- bis Zehnjährige, wie das Leben auf einer Burg im Mittelalter aussah und können sich dabei wie echte Ritter und Prinzessinnen fühlen. Dazu werden sie erst einmal standesgemäß eingekleidet. Kinder von adeligem Geschlecht sahen schon in jungen Jahren wie kleine vornehme Erwachsene aus. Die Mädchen trugen früh ein Mieder, die Jungs steife Jacken. Und ihre Kindheit war kurz.

Bis etwa sieben Jahre durften sie Kinder sein. Sie spielten mit Murmeln, Kreiseln und Puppen, Verstecken und Blindekuh und pusteten Schweinsblasen zu Luftballons auf. Danach folgten Arbeit und Ausbildung. Die Mädchen erlernten Weben, Sticken, Musikinstrumente und Gehorsam. Die Jungen übten sich in Schwertkampf, Schach, ritterlicher Tapferkeit und Tugend. Mit 14 Jahren galt der Nachwuchs als erwachsen. Mädchen konnten verheiratet, Buben zum Ritter geschlagen werden.

Verkleidete Burgfräulein und Ritter auf der Reichsburg Cochem, Mosel

Verkleidete Burgfräulein und Ritter bei einer Führung auf der Reichsburg Cochem, Mosel

So streng geht es heute nicht zu auf Burg Cochem. Die Kinderschar darf sich ganz unbeschwert und neugierig auf Entdeckungstour durch die Räume der Burg begeben, in denen es im Winter kalt, zugig und ungemütlich war. Die kleinen Ritter und Burgfräuleins steigen tief hinab in das Kellerverlies und erklimmen den Burgfried, von dem man herannahende Feinde frühzeitig erspähen konnte. Seine dicken Mauern boten auch Schutz vor Überfällen.

Kinderführung in der Reichsburg Cochem, Mosel

Spannende Kinderführung in der Reichsburg Cochem, Mosel

Kinderführung in der Reichsburg Cochem, Mosel

Kinderführung, vorbei an Ritterrüstungen, in der Reichsburg Cochem, Mosel


In einem speziell für die Führung hergerichteten Raum lautet das Motto: Anfassen und anprobieren ausdrücklich erlaubt. Hier können die Kinder Rüstungen und Kettenhemden anziehen, edle Stoffe befühlen, bleischwere Kanonenkugeln heben und lernen, was ihre Vorfahren gegessen haben, als es noch keine Burger, Pommes und Gummibärchen gab.

Fast jede Burg hat auch ein Burggespenst. Meist hält es sich gut versteckt. Auf einer Geisterführung in den Sommer- und Herbstferien können unerschrockene Kinder Räume und abgelegene Winkel erforschen, in die sich in der Regel nur dieses Spukwesen verirrt. Es ist ein spannendes Abenteuer, bei dem sich aber keiner fürchten und gruseln muss. Höhepunkt dieses Burgrundgangs ist der Besuch des Folterkellers, der kindgerecht eingerichtet ist und vermittelt wird. Auf ein Skelett und einen eingekerkerten Bären muss man sich aber gefasst machen.

So viel Nervenkitzel macht hungrig und durstig. Deshalb wird im Anschluss an die Geisterführung ein zünftiges Räuberessen in der Schänke oder der ehemaligen Burgkapelle serviert. Es gibt Hähnchenschenkel mit Fladenbrot (und nach Anmeldung eine Alternative für Vegetarier), und selbstverständlich essen alle mit den Fingern. Nur fürs Eis zum Nachtisch wird ein Löffel gereicht. Noch so ein süßes Privileg, das Burgfräuleins und Ritter nicht kannten.

Verkleideter Ritter im Kettenhemd auf der Reichsburg Cochem, Mosel

Kinder dürfen sich in der Führung auf der Reichsburg Cochem als Burgfräulein oder Ritter im Kettenhemd verkleiden, Mosel

Rittermahl in der Reichsburg Cochem, Mosel

Rittermahl für die ganze Familie in der Reichsburg Cochem, Mosel

Eingangstor zur Reichsburg Cochem, Mosel

Eingangstor zur Reichsburg Cochem, Mosel

Entdeck's mit Can!

Folge 2: Die Reichsburg Cochem


Einfach mal ganz entspannt Urlaub machen – so lautet der Plan von Can Mansuroglu, bekannt aus der KiKa-Sendung "Checker Can", für seine Reise in Rheinland-Pfalz. Denn auch ein "Checker" braucht mal Urlaub! Seinen zweiten Urlaubstag verbringt Can in Cochem an der Mosel, doch anstelle einer ruhigen Moselschifffahrt zieht es ihn auf die Reichsburg Cochem, die über der Stadt thront. Von Burgführerin Greet lernt er z. B. woher das Wort "Fensterbank" stammt und warum damals Teppiche auf dem Tisch statt auf dem Boden lagen. Begleiten Sie Can auf seiner Entdeckungsreise!

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Wo kleine Entdecker zu echten Helden werden: Begeben Sie sich mit ihrem Smartphone auf eine Abenteuerreise durch Rheinland-Pfalz im interaktiven Spiel "Familienabenteuer Rheinland-Pfalz".

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