Wandern zu den Augen der Eifel auf dem Eifelsteig


Vom Dronketurm ist der Ausblick auf das Gemündener Maar fantastisch. Von viel Grün eingerahmt, kreisrund und spiegelglatt liegt es 150 Meter weiter unten friedlich in der Landschaft vor der Kulisse aus Vulkankegeln am Horizont. Unter dem Donnergetöse eines Vulkanausbruchs entstanden, ist es heute eine Oase der Ruhe. Und mit dem Blick von oben versteht jeder, warum die Heimatdichterin Clara Viebig die Maare die "Augen der Eifel" nannte.

Der fest gemauerte Aussichtsturm auf dem Mäuseberg erinnert seit über 100 Jahren an den Gründer des Eifelvereins Adolf Dronke. Eine lange Zeit, aber nur ein Wimpernschlag in der Geschichte des Vulkanismus, die zehntausende von Jahren andauerte. Der Eifelsteig führt auf seiner elften Etappe von der Kurstadt Daun zu den Manderscheider Burgen an der Lieser direkt dort vorbei. Tische, Schaukel- und Sinnesbank laden zu einer Verschnaufpause ein, um den Blick in den UNESCO Global Geopark Vulkaneifel zu genießen.

Zum Geopark gehört das Eifel-Vulkanmuseum in Daun, das seinen Besuchern mit Bildern, Modellen und Originalgesteinen einen ersten Eindruck von der explosiven Kraft der Eifelvulkane vermittelt, die seit 10.000 Jahren nicht mehr aktiv, aber längst nicht erloschen sind. Rund 1,5 Kilometer von Daun treffen die Eifelsteigwanderer in Stadtteil Gemünden auf das erste Maar und können die Theorie mit der Realität vergleichen.

Aussicht vom Dronketurm, Eifel

Beeindruckende Aussicht vom Dronketurm auf dem Mäuseberg, Eifel

Das Gemündener Maar ist das kleinste der berühmten Eifelaugen der Dauner Gruppe, zu der auch das Weinfelder Maar und das Schalkenmehrener Maar gehören. Alle drei liegen wie an einer Schnur aufgereiht einträchtig nebeneinander. Vom Plateau des Mäusebergs lässt sich schon ein Blick auf das tief unten liegende Weinfelder Maar erhaschen. Er bleibt unweigerlich an der Martinskapelle hängen, die weiß von der Anhöhe des nördlichen Ufers hervorblitzt und schon aus der Ferne eine geheimnisvolle Anziehungskraft ausübt.

Weinfelder Maar mit Martinskapelle, Eifel

Blick auf das Weinfelder Maar und die weiße Martinskapelle, Eifel

Das Weinfelder Maar am Eifelsteig, Eifel

Wanderer auf dem Eifelsteig entlang des Weinfelder Maares, Eifel

Die Kirche verlor ihre Gemeinde und das Dorf Weinfeld im 16. Jahrhundert an die Pest. Das Geläut aus dem Glockenstuhl der Kapelle ertönt mal mehr und mal weniger häufig. Das kommt daher, dass jeder Besucher eingeladen ist, die Glocken zu läuten, wenn ihm danach ist. Dem Friedhof an der Kirche verdankt der See seinen Zweitnamen „Totenmaar“. Bevor es auf den Uferweg um das Weinfelder Maar geht, gilt es ein Drehkreuz zu passieren. Es verhindert, dass die Burenziegen ausbüxen, die als erfolgreiche Landschaftspfleger mit gutem Appetit eine Verbuschung der Maarhänge verhindern.

Burenziegen auf dem Mäuseberg, Eifel

Zutrauliche Burenziegen auf dem Mäuseberg am Weinfelder Maar, Eifel

Maarkreuz beim Schalkenmehrener Maar, Eifel

Wanderrast am Maarkreuz mit Blick auf das Schalkenmehrener Maar, Eifel

Die Maare stehen unter Naturschutz. Spaziergänger freuen sich an Teppichen von Seerosen, seltenen Pflanzen und Wasservögeln. Einige sind fürs Angeln, Schwimmen und Rudern freigegeben. So auch das Schalkenmehrener Maar, das eingebettet von Ginster und Heide zwischen fruchtbaren Feldern im Sommer von vielen Booten und Badenden bevölkert wird. Im Unterschied zu anderen Maaren hat es einen Abfluss. Wenn dieser fehlt, reguliert sich die Höhe des Wasserspiegels nur über Verdunstung und Niederschlag.

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