Frau Holle schüttelt die Betten aus


In der kälteren Jahreszeit mit glitzerndem Raureif am Morgen und Nebelschwaden um die Tannenspitzen hat das Wandern doch seinen ganz besonderen Reiz. Die Wanderschuhe rascheln im Herbstlaub oder knirschen im frisch gefallenen Schnee und im Rucksack gluckst der heiße Tee in der Thermoskanne. Abends wird es früh dunkel und so empfiehlt sich eine der vielen Rundtouren um den Saar-Hunsrück-Steig.

Eine davon ist die etwa neun Kilometer lange Traumschleife „Frau Holle“ durch dichten Wald und das idyllische Wadrilltal bei Reinsfeld. Frau Holle wird ein Felsenhang genannt, in dessen Spalten die Augen der Märchenfigur, die für den Schneefall verantwortlich ist, zu sehen sein sollen. Man muss nur ganz genau hinsehen. Vielleicht hilft ein bisschen Zuzwinkern, um Frau Holle zu einem kräftigen Bettenausschütteln zu bewegen.

An dieser Felsformation beginnt und endet die märchenhafte Wanderung durch den Schwarzwälder Hochwald. Die Rundtour, die sich ein gutes Stück des Weges mit dem Saar-Hunsrück-Steig teilt, ist zu jeder Jahreszeit gut zu wandern.

Felsformation "Frau Holle", Hunsrück

Imposanter Felsenhang, in dem einer Sage nach Frau Holle leben soll, Hunsrück

Los geht es am Wanderparkplatz an der B 407 zwischen Reinsfeld und Kell am See. Gleich zu Beginn gilt es den Anstieg zum Taubenberg zu bewältigen. Sind die 100 Höhenmeter im Aufstieg geschafft, wird die Mühe mit weiten Ausblicken in die Hochwaldlandschaft und auf den Erholungsort Reinsfeld belohnt. Danach führt ein Pfad bergab durch urwaldähnliche Landschaft und den für den Hochwald typischen Nadelwald ins Tal des Lauschbachs. Der Weg folgt dem Bachlauf bis zum Biberdamm am Keller Steg. Weiter geht es vorbei am Beidelstein hinab zum Ufer der Wadrill, die bis zum Ende der Tour die Richtung vorgibt.

Beschilderung am Frau Holle Wanderweg, Hunsrück

Wegweiser auf der Traumschleife "Frau Holle", Hunsrück

Felsformation "Frau Holle", Hunsrück

Die schneebedeckte Felsformation "Frau Holle", Hunsrück

Am Keller Steg trifft die Traumschleife „Frau Holle“ auf die 25. Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs. Hier kann der Rundweg zum Beispiel um rund 4,5 Kilometer zum Grimburger Hof oder in die andere Richtung um 6,5 Kilometer bis Kell am See auf dem Saar-Hunsrück-Steig verlängert werden.

Am Nordufer des Sees beginnt die 26. Etappe des Fernwanderweges in Richtung Riveris-Talsperre mit abwechslungsreichen Strecken vom breiten preußischen Forstweg bis zum schmalen Waldpfad, die im dichten Mischwald zum Quellmoor „Weyrichsbruch“ führt. Dort lädt ein Knüppeldamm zur Exkursion ins geheimnisvolle Moor ein. Am Waldrand entlang, vorbei am Zuweg nach Holzerath, über Wiesenwege und die Römerstraße naht hinter einem Birkenwäldchen der Rastplatz „Römerlager“ mit schöner Aussicht auf den Ort Bonerath, bis ins Moseltal und auf die Vulkankegel der Eifel. Auf den nächsten zwei Kilometern ist Aussicht angesagt. Über Wiesen und Feldwege geht es hinab bis zum Wanderparkplatz am Ortsrand von Bonerath. Von dort führt der Steig über Weiden und durch den Wald zur Riveris-Talsperre. Den besten Ausblick auf die von Wald umstandene Talsperre hat man von der längsten Bank am Saar-Hunsrück-Steig.

Die Wegstrecke von Kell am See bis nach Riveris ist rund 14 Kilometer lang. Die gesamte 26. Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs führt über Waldrach bis nach Kasel und hat eine Weglänge von insgesamt 20 Kilometern.

Wanderer auf der Traumschleife "Frau Holle", Hunsrück

Zwei Wanderer laufen einen Bachlauf entlang auf der Traumschleife "Frau Holle", Hunsrück

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